Textilkunden der Zukunft


Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Bedürfnisse der Textilkunden. Dies gilt für die Kom-munikation mit Anbietern ebenso wie für die Wahl der Verkaufskanäle. Die Veränderung geht aber noch tiefer: Selbst die Ansprüche an Produkte ändern sich durch den digitalen Wandel; viele Kundensegmente erwarten schon in wenigen Jahren individuelle Bekleidung als Standard. Und noch mehr: Die Produkte sollen sich auch nach dem Kauf noch an veränderte Bedingungen anpassen, adaptive Produkte werden selbstverständlich. Die Wertschöpfungsketten von Textilunternehmen stehen kurz vor einem gewaltigen Innovationssprung, um diese neuen Anforderungen der Kunden von morgen erfüllen zu können. Das Wettrennen um die Kundenschnittstellen ist bereits in vollem Gange.
 
Die Vernetzung von Menschen und smarten Geräten, intelligenter Sensorik und smarter Prognostik führt zu laufend neuen Kommunikationskanälen, Kontaktpunkten und Datenarten. Das Vertrauen der Kunden verschiebt sich, statt auf den Anbieter richtet es sich mehr und mehr auf digitale Assistenzsysteme und digitale Agenten. Ein effizientes Management dieser Kanäle und Kontaktpunkte wird in Zukunft über den Erfolg von Unternehmen auch in der Textilbranche entscheiden und wird dabei die Organisation, die Geschäftsmodelle und sogar Produkte verändern und prägen.
 
Die klassischen Anbieter sehen sich zusätzlich zu einem sich verschärfenden internationalen Wettbewerb mit einem vollkommen neuen Konkurrenztyp konfrontiert. Neben den inzwischen bekannten Anbietern Ebay, Zalando oder Outfittery schieben sich immer mehr Angreifer zwischen Textilunternehmen und deren Kunden. Unternehmen wie Pinterest, Telekom und IBM verstehen sich selbstverständlich als Teilnehmer des Textilmarktes.
 
Das Textilunternehmen der Zukunft organisiert sich von der Kommunikation mit seinen Kunden aus; so steht das Omnichannel-Management im Kern, das weit über die heutigen Ansätze von Multi- oder Crosschannel-Management hinausgeht. Das Bereitstellen und Pflegen der Kommunikationskanäle allein reicht perspektivisch nicht aus. Gefragt ist vielmehr eine intelligente Vernetzung und Echtzeit-Synchronisation der Kanäle und internen Prozesse. Dabei unterscheiden sich die Bedürfnisse der Kunden erheblich. Es bedarf einer differenzierten Betrachtung der unterschiedlichen Kundengruppen, die über eine traditionelle soziodemografisch geprägte Segmen­tierung hinausgeht.
 
Die vorliegende qualitative Trendstudie untersucht die Auswirkungen der technologischen Entwicklungen und sich wandelnden Kundenerwartungen auf die Geschäftsmodelle und Organisationsprinzipien von Textilunternehmen. Basis der Untersuchung sind Interviews mit Experten, Akteuren und Innovatoren der Branche. Die Studie folgt der in der wissenschaftlichen Zukunftsforschung etablierten Delphi-Methode. Diese nimmt die Grundeinsicht auf, dass die Zukunft unserer Lebens- und Arbeitswelten nicht von abstrakten Megatrends, sondern sehr konkret von unternehmerischen Weichenstellungen innovativer Entscheider geprägt wird. Genauer: Von denjenigen Treibern, die nicht nur über Wissen und eine öffnende Vision, sondern auch über den Zugriff zum Markt verfügen, um ihre Innovationen beim Kunden zu platzieren und auf diese Weise Märkte grundlegend verändern. Diesen Wandel zu beobachten, zu analysieren und zu einem Zukunftsbild zu verdichten, aus dem Strategien für heutiges Handeln abgeleitet werden können, ist unser Ziel als Zukunftsforscher.
 
Dies ist keine Studie über Modetrends oder die Trendfarben der nächsten Jahre. Ebenso wenig errechnet diese Studie die durchschnittlichen Monatsbudgets Editorialder Textilkunden. Das ist für einen Zeitraum von zehn Jahren schlicht nicht möglich. Glauben Sie keinem White Paper, das Ihnen mit deterministischer Wahrhaftigkeit harte Zahlen für eine mittelfristige Zukunft präsentiert – ihre Präzision ist eine Illusion. Vielmehr beleuchtet diese Studie kommende Angebote und Bedarfe, die bereits heute erkennbar sind, und entwickelt Wege, wie Sie als Unternehmer in der Textilbranche mit diesem Wissen agieren können, um im Markt erfolgreich zu sein.
 
Die in dieser Studie beschriebenen Trends sind als längerfristige strategische Orientierungshilfen zu verstehen. Seien Sie skeptisch bei Trendstudien, die prognostizieren, dass sich Ihre Branche von heute auf morgen vollständig verändert. Dies ist schlicht Unsinn. Diese Studie ist eine Einladung zum Gestalten der Zukunft. Entwickeln Sie in überschaubaren Pilotprojek-ten neue Zukunftsansätze und erschließen sich damit Schritt für Schritt neue Geschäftsfelder und Kunden und generieren mehr Umsatz als im etablierten Ge-schäft wegbricht. Ob Ihnen das gelingt, wird darüber entscheiden, ob Sie 2026 zu den Gewinnern oder Verlierern der heutigen Trends zählen werden.

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Kitty Döhler

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